DIANA HENKEL, Kunsthistorikerin Erfurt Lieder erzählen von Formen und Farbtönen - Arbeiten von Heike Cybulski in der Galerie "club parterre"                          2002 Wenn deutsche Rockmusik auf Farbe trifft, entsteht eine interessante Farbmischung. Töne spiegeln sich in expressiven Farben wider. Malen mit Musik, das ist das Motto der 1969 in Jena geborenen Künstlerin Heike Cybulski, die seit Freitag ihre Arbeiten in der Galerie "club parterre" im Löfflerhaus präsentiert. Kunst ist für sie ein steter Wegbegleiter geworden, in der sie ihre Gedanken über die Welt und ihre Gefühle in verschiedenen Tonmalereien darstellen kann. Heike Cybulski malt und zeichnet seit 1989. Ihre expressiven Bilder entstehen beim Musikhören. Es sind aber nicht die zarten Klänge Bachs oder Mozarts, sondern die von E-Gitarre, rauchigen Rockstimmen und Keyboards, die sie beflügeln. Ihre Emotionen hüllt sie in abstrakte Formen ein. Auf den Bildern sieht der Kunstfreund vielleicht leise Anknüpfungen an die Malerei von Jackson Pollock oder Emil Schumacher. Die dargestellten Oberflächen leben, sie pulsieren, das Material Acrylfarbe scheint in den Noten und Dissonanzen der Musik zu schweben. In den Werken der Künstlerin trifft man zum Beispiel auf den Titel "Aufwärts": nach oben strebende Formen sind erkennbar. Oder, "Der Schlaf", der sich in leicht wiegenden Formen zeigt, in zarten Farben ein Linienbündel erzeugt, welches wie ein Netz über dem Ölpapier liegt. Was mit Worten nicht zu beschreiben ist, drückt Heike Cybulski mit Farben aus. Gedanken an Menschsein, an das Leben der Menschen mit- und untereinander - dazu inspiriert das Musikhören. Eine Figur in Rot, oder andere in Schwarz zeigen etwas Bedrohliches, etwas Schmerzliches. Der "Schlohweiße Tag" zeigt eine Figur, die sich vom Betrachter abwendet, sich dafür innig dem Malgrund hingibt, mit ihm eins zu werden scheint. Eins zu werden mit der Kunst, der Kunst der Musik, wie schon Orpheus in der antiken Mythologie mit seinem Instrument Tiere beruhigte oder Steine zum Weinen brachte, können die Arbeiten von Heike Cybulski "Lieder" von Farbtönen und Formen erzählen. << zurück
   DIANA HENKEL, Kunsthistorikerin Erfurt Lieder erzählen von Formen und Farbtönen - Arbeiten von Heike Cybulski in der Galerie "club parterre"                          2002 Wenn deutsche Rockmusik auf Farbe trifft, entsteht eine interessante Farbmischung. Töne spiegeln sich in expressiven Farben wider. Malen mit Musik, das ist das Motto der 1969 in Jena geborenen Künstlerin Heike Cybulski, die seit Freitag ihre Arbeiten in der Galerie "club parterre" im Löfflerhaus präsentiert. Kunst ist für sie ein steter Wegbegleiter geworden, in der sie ihre Gedanken über die Welt und ihre Gefühle in verschiedenen Tonmalereien darstellen kann. Heike Cybulski malt und zeichnet seit 1989. Ihre expressiven Bilder entstehen beim Musikhören. Es sind aber nicht die zarten Klänge Bachs oder Mozarts, sondern die von E-Gitarre, rauchigen Rockstimmen und Keyboards, die sie beflügeln. Ihre Emotionen hüllt sie in abstrakte Formen ein. Auf den Bildern sieht der Kunstfreund vielleicht leise Anknüpfungen an die Malerei von Jackson Pollock oder Emil Schumacher. Die dargestellten Oberflächen leben, sie pulsieren, das Material Acrylfarbe scheint in den Noten und Dissonanzen der Musik zu schweben. In den Werken der Künstlerin trifft man zum Beispiel auf den Titel "Aufwärts": nach oben strebende Formen sind erkennbar. Oder, "Der Schlaf", der sich in leicht wiegenden Formen zeigt, in zarten Farben ein Linienbündel erzeugt, welches wie ein Netz über dem Ölpapier liegt. Was mit Worten nicht zu beschreiben ist, drückt Heike Cybulski mit Farben aus. Gedanken an Menschsein, an das Leben der Menschen mit- und untereinander - dazu inspiriert das Musikhören. Eine Figur in Rot, oder andere in Schwarz zeigen etwas Bedrohliches, etwas Schmerzliches. Der "Schlohweiße Tag" zeigt eine Figur, die sich vom Betrachter abwendet, sich dafür innig dem Malgrund hingibt, mit ihm eins zu werden scheint. Eins zu werden mit der Kunst, der Kunst der Musik, wie schon Orpheus in der antiken Mythologie mit seinem Instrument Tiere beruhigte oder Steine zum Weinen brachte, können die Arbeiten von Heike Cybulski "Lieder" von Farbtönen und Formen erzählen. << zurück